Logo GKuh (JM / signalfabrik für GKUH © 2012) Logo GKuh (JM / signalfabrik für GKUH © 2012) Kuhweide (E.Bohlsen 2012)
Kuh liegend (S.Spittel 2012)
GKUH zählt auf die Experten!

Datengrundlage

Niemand kennt seine Tiere besser als der Landwirt. Bei den täglichen Arbeiten im Betrieb hat er seine Kühe genau im Blick, und auf diesen Kennerblick bauen wir in GKUH! Alle Anzeichen, die auf eine gesundheitliche Störung hindeuten, können vom Landwirt tierindividuell dokumentiert werden. Dabei kann es sich um milde Anzeichen handeln, die eine intensivere Beobachtung des Tieres erforderlich erscheinen lassen, oder auch um deutliche Krankheitszeichen, die eine tierärztliche Behandlung erfordern.
Bei der Einordnung der Beobachtungen des Landwirtes können ihn Tierarzt, Klauenpfleger oder Berater unterstützen und so die Qualität der erfassten Gesundheitsdaten zu steigern helfen. In jedem Fall ist es wichtig, zwischen den verschiedenen Arten von Informationen zum Gesundheitsstatus eines Tieres klar zu unterscheiden:

  • Diagnosen geben direkt Auskunft über das Auftreten einer Erkrankung. In erster Linie werden sie durch den Tierarzt gestellt, der Veränderungen am Tier zu erkennen und interpretieren gelernt hat, um erforderliche Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gesundheit ergreifen zu können. Diagnosen sind die Art von Gesundheitsdaten, aus denen Merkmale für weiterführende Analysen abgeleitet werden.
    Beispiele für Diagnosen: Mastitis (Euterentzündung), Klauensohlengeschwür, Ketose, Labmagenverlagerung
  • Behandlungen stehen für die Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Gesundheit eines Tieres wiederherzustellen (therapeutische Behandlungen) oder zu sichern (prophylaktische Behandlungen). Dokumentiert werden vor allem Behandlungen mit Arzneimitteln, so dass die prophylaktischen Behandlungen auch als maßnahmengebundener Medikamenteneinsatz (MME) angesprochen werden.
    Nur wenn die Ursache für die beobachtete Gesundheitsstörung bekannt ist, kann diese gezielt bekämpft werden. Der Einsatz von Arzneimittel im Sinne einer therapeutischen Behandlung setzt daher voraus, dass zuvor eine Diagnose gestellt, also festgestellt wurde, was für eine Erkrankung bei dem betreffenden Tier vorliegt.
    Beispiele für Behandlungen: Verabreichung von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern bei einer Gelenkentzündung, Verabreichung von Antibiotika bei einer Wundinfektion oder einer Euterentzündung
  • Befunde sind Erscheinungen am Tier, die auf eine ungestörte Gesundheit (Normalbefunde) oder eine Gesundheitsstörung (krankhafte Befunde) schließen lassen. Aus der Kombination verschiedener krankhafter Befunde kann auf die ursächliche Erkrankung geschlossen, also die Diagnose gestellt werden. Manche Befunde lassen sich bereits durch die genaue Betrachtung des Tieres erheben, andere erfordern spezielle Untersuchungen des Tieres. Die Erfassung von Befunden kann somit von unterschiedlichen Personenkreisen in unterschiedlichem Umfang erfolgen.
    Beispiele für Befunde: Lahmheit, Fieber, Inappetenz, Umfangsvermehrung am Sprunggelenk

Da ein einzelner Befund im Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen auftreten kann, kommen Befunde allenfalls in Ausnahmefällen und in Ergänzung der Diagnosen (s.o.) zur Auswertung. Für die Interpretation verschiedener Befunde im Sinne ihrer Zuordnung zu einer bestimmten Erkrankung, also die Diagnosestellung, bedarf es dagegen Fachkenntnissen, die in erster Linie beim Tierarzt vorliegen. In ihren Fachgebieten verfügen aber auch Klauenpfleger, Fütterungsberater etc. über entsprechendes Expertenwissen.
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